Hanf ist eine Rohstoffpflanze
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Die steigende Nachfrage nach Rohstoffe geht auch an den nachwachsenden Rohstoffen - wie z.B. dem Hanf nicht spurlos vorbei. Die Preise steigen nur mit zeitlicher Verzögerung.
Nach dem vor Jahren die Rohstoffpreise für konventionellen Rohstoff wieder deutlich anzogen, weil angeblich die Chinesen die Rohstoffmärkte leer kaufen, ziehen nun mit einiger Verzögerung die Agrarrohstoffe nach. Hier steigen die Preise vermutlich weniger wegen der konkreten chinesischen Nachfrage. Vielmehr werden immer mehr Agrarpflanzen angebaut, um daraus Energie zu produzieren. Dies ist eine direkt Folge der gestiegenen Ölpreise. Die Biomasseverwerter konkurrieren abnehmerseitig mit der Lebensmittelindustrie, so dass in der Folge die Preise steigen. Auch der Hanf ist ein möglicher Biomasselieferant, da die Pflanze in der Lage ist, in nur 100 Tagen Wachstumszeit große Mengen an Biomasse zu produzieren. Hiermit lassen sich Biomassekraftwerke beschicken. Allerdings hat der Hanf aufgrund seiner Vielseitigkeit noch ganz andere Talente, als nur thermisch genutzt zu werden. Der Hanf (botanisch als Cannabis sativa bezeichnet) liefert eine genauso robuste wie reißfeste Naturfaser. Hieraus lassen sich sowohl modische als auch technische Textilien produzieren. Bei der Gewinnung der Fasern fallen als Sekundärrohstoffe die Hanfschäben an. Diese holzigen und wie sehr grobe Splitter aussehenden Schäben werden stark von Pferdehalter nachgefragt, insbesondere von Haltern hochwertiger Zuchtpferde. Die Schäben stauben nicht und sind in der Lage vergleichsweise große Mengen an Flüssigkeit aufzunehmen. Zudem lassen die die gebrauchten Schäben schneller kompostieren als Stroh. Aus den Schäben werden zudem Dämmstoffe produziert. Neben dem Rohstoffaspekt hat die Hanfpflanze auch einen Lebensmittelaspekt. Die Hanfnüsse sind hochwertige Lebensmittel, die reich sind an mehrfach ungesättigten Festtsäuren, den so genannten MUFS. Zu guter Letzt können aus den Blüten des einjährigen Hanfs auch noch Medikamente extrahiert werden.
Notiz: Hanf, HanfpflanzeKlaus-Martin Meyer
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