Der Beitrag informiert über die Möglichkeiten, in der Sächsischen Schweiz, einem der schönsten Klettergebiete Deutschlands, nach einer anstrengenden Tour mit Zelt und Schlafsack zu übernachten.
Für zig Kletterer und Outdoorer ist eine Nacht unter freiem Himmel die Ausweichlösung zu Berghütte oder Zelt. Ausgerüstet mit Isomatte, Kocher, Schlafsack und guten Freunden wird solch ein Biwak zu einem wunderschönen Naturerlebnis.
Das Boofen hat eine nachhaltige Tradition in der Sächsischen Schweiz. Waren es anfangs oftmals noch Diebe und Räuber, die sich versteckten, so wurde das Biwakieren seit dem Beginn des Freikletterns in Sachsen vor über 100 Jahren aus Seltenheit an Übernachtungsmöglichkeiten, wohl darüber hinaus aus Liebe zur Natur, immer beliebter. Nach und nach entstanden die verschiedensten Boofen: von der spartanischen Schlafstelle bis hin zu soliden Luxusbauten aus Holz. Im Sommer lebten einige Kletterer, doch ebenso der eine oder andere Aussteiger, etliche Wochen in nicht selten erfreulich ausgebauten und gepflegten Boofen. Hingegen darüber hinaus als normaler Wochenendkletterer war es immerzu ein wunderbares Abenteuer, nach einem anstrengenden Klettertag unter freiem Himmel aufhalten zu können und abends miteinander am Feuer zu sitzen.
Mit der Gründung des Nationalparks und dem zunehmenden Boofentourismus Anfang der 1990er wurde das Boofen im Nationalpark bedauerlicherweise ziemlich beschränkt und ausgebaute Boofen abgerissen. Nach teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen Nationalpark Verwaltung und den Kletterern fanden beide Seiten einen Übereinkommen. Im Nationalpark ist das Nächtigen in 57 gekennzeichneten Übernachtungsstellen außerhalb der Kernzone gestattet. Das in der Vergangenheit geduldete Feuermachen bleibt jedoch unglücklicherweise untersagt. Trotz aller Einschränkungen ist das Boofen nach wie vor enorm beliebt. Egal ob Jugendgruppe, Familie oder Rentnergang, es ist auf jeden Fall eine Anreicherung für jeden Besuch von Deutschlands schönsten Klettergebiet.
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